Toleranz und Weltoffenheit – gemeinsam gegen Rechts

Bündnis 90/DIE GRÜNEN stehen aus tiefster Überzeug für eine weltoffene, tolerante und vielfältige Gesellschaft und für den Schutz des Individuums. Die freiheitlich demokratische Grundordnung zu verteidigen ist unser aller Auftrag. Daher treten wir entschieden jeglicher Form von Rechtsextremismus entgegen. Rechte Gewalt und menschenfeindliche Propaganda haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Eine wehrhafte Demokratie benötigt eine starke Zivilgesellschaft, die alle Bevölkerungsgruppen umfasst, damit Menschen aller Hautfarben, Religionen und sexueller Identitäten angstfrei in Magdeburg leben können.

Wir wollen:

  • die Stärkung gemeinschaftlicher Aktionen für eine inklusive Gesellschaft, die sich wehrhaft gegen Diskriminierung in all ihren Formen einsetzt
  • Organisationen und Initiativen stärken, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren
  • kommunale Bildungs- und Fortbildungsangebote insbesondere zum Rechtsextremismus fördern
  • deutlich Position gegen eine Normalisierung von rechtsextremem Akteur*innen in der Kommunalvertretung beziehen
  • Stadtteilarbeit und Quartiersmanagement gezielt verbessern, um sozialen Spannungen entgegenzuwirken
  • eine würdevolle Erinnerung an die Opfer politischer Gewalt in Magdeburg wachhalten

Willkommens- und Anerkennungskultur

Gelingende Zuwanderung ist ein Gewinn für alle. Magdeburg soll als bunte und weltoffene Stadt Menschen aus allen Ländern eine lebenswerte Heimat sein, egal ob auf Zeit oder auf Dauer. Unsere Stadt braucht gelingende Zuwanderung, nicht nur in Hinblick auf die IntelAnsiedlung. Eine Gesellschaft, die Zuwanderung aktiv fördert, kann die täglichen Herausforderungen besser bewältigen und eine lebendige Vielfalt in allen Bereichen des Lebens fördern.

Dienstleistungen, Kurierdienste, Gastronomie, Kranken- und Altenpflege sind schon heute nicht mehr ohne ausländische Fach- und Hilfskräfte denkbar. Dazu müssen wir unsere Region attraktiver gestalten für Fachkräfte aus dem Ausland und für Menschen, die sich hier neu und dauerhaft beheimaten wollen.

Wir wollen:

  • dass die Rahmenbedingungen im Bereich der Sprachförderung und der Arbeitsvermittlung weiter verbessert werden. Ein Mittel dazu kann die Reaktivierung der Arbeitsförderungsgesellschaft sein
  • Menschen, die vor Krieg und Gewalt flüchten, Schutzsuchenden und Asylbewerber*innen ein würdevolles Ankommen in unserer Stadt ermöglichen. Dazu bedarf es unter anderem zusätzlicher Sozialarbeiter*innen, die Hintergrundwissen zu den Herkunftsregionen der zu betreuenden Neuankömmlinge haben
  • die Verzahnung der Aktivitäten von Land, Stadt und Unterstützungsstrukturen – wie Vereinen – mit Blick auf die fünf bestehenden Gemeinschaftsunterkünfte. Menschen müssen menschenwürdig untergebracht werden und sollen schnell Klarheit über ihre Situation und ihre Zukunft erhalten. Wer hier bleiben kann, muss zügig im Land verteilt werden
  • dass ausreichend Sprachkurse bereitgestellt und finanziert werden
  • vielfältigere Angebote aller Art für die speziellen Bedürfnisse von Migrant*innen erhalten und ausbauen, wie z. B. das Eine-Welt-Haus als Standort zahlreicher Migrant*innen-Selbstorganisationen und vielfältiger Bildungsträger
  • aufklären und Vorschläge zur Verbesserung der Situation unterbreiten, wo Menschen in der Stadt ihre Sicherheit gefährdet sehen. Solche Maßnahmen können u. a. sein: Verbesserung der Straßenbeleuchtung, Anpassung von Haltestellen sowie Präsenz der städtischen Stadtwache (gemeinsame Staffel von Polizei und Ordnungsamt)